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Elcomsoft Cloud eXplorer für die Google-Cloud

 

Moskau, 22. Dezember 2015

Mit einem Google-Mail-Konto ist heute weit mehr verknüpft als nur ein E-Mail-Postfach. Loggt man sich bei irgendeinem Service von Google ein, kann Google die ganze Browser-History von Chrome, den Verlauf getätigter Suchanfragen oder auf YouTube angesehene Videos dem Nutzer zuordnen. Google ist nicht gerade zimperlich, wenn es darum geht, persönliche Daten zu speichern und archiviert daher beinahe alles, was dazu beiträgt ein möglichst vollständiges Profil des Nutzers erstellen zu können. Um so mehr Dienste Google anbietet, um so vollständiger wird das Bild, dass Google von einem zeichnet. Da die meisten Android-Nutzer für ihr Smartphone kein extra Google-Konto anlegen, können auch alle Smartphone-Aktivitäten diesem Konto zugeordnet werden. Darunter fallen ebenfalls über Google Maps abfragte Routen und Adressen. Noch gravierender dürfte sein, dass Google auch Adressbücher, Nachrichten und Passwörter von Android-Smartphones in der Cloud archiviert.

Mit dem Elcomsoft Cloud eXplorer (ECX) gibt es nun eine forensische Software, die alle Daten aus allen Quellen bei Google extrahieren kann. Dass Nutzer sich mit ihrem Google-Mail-Konto auch bei YouTube und vielen weiteren Diensten anmelden können, mag einerseits komfortabel für den Nutzer sein, ist auf der anderen Seite aber auch ein Risiko. Denn gelangt jemand Fremdes an die Login-Information, so hat er im Zweifelsfall nicht nur Zugriff auf E-Mails oder Fotos, sondern auch auf Adressen, Standort-Informationen, Passwörter, Bezahlinformationen und vieles mehr. Der ECX legitimiert sich bei Google einfach mit Google ID (zum Beispiel der Google-Mail-Adresse) und dem zugehörigen Passwort. Anschließend kann man mit dem ECX alle Daten aller Google-Dienste, die mit diesem Konto verknüpft wurden, auslesen und downloaden. Dazu gehören auch Passwörter im Klartext, mit denen Ermittler auch auf weitere Dienste Zugriff erlangen können.

Google führt Daten verschiedener Dienste zusammen

Für Ermittler dürften vor allem jene Daten im Vordergrund stehen, die von Google auch dem Nutzer gegenüber verborgen werden. Einblicke in die Such- und Browser-History sind oftmals aufschlussreicher, als Bilder und Dokumente in der Google Cloud. Denn Dateien können willentlich gelöscht werden, während viele Nutzerdaten nur sehr versteckt gespeichert sind und selbst dem Nutzer oft nicht zugänglich sind.

Mit einer ungeheuren Marktmacht ist Google in vielen Bereichen bereits so dominant, dass es nur sehr wenige Personen gibt, zu denen Google so gut wie keine Daten gespeichert hat. Hinzu kommt, dass Google mit seinen zahlreichen Diensten und mit seinem Betriebssystem Android in nahezu allen Bereichen Daten sammelt. Ermittler finden also nicht nur zu fast jeder Person Daten, sie haben auch Zugriff auf ein breites Spektrum an persönlichen Daten. Adressbücher, Nachrichten, Kalendereinträge, Fotos, Geoinformationen, Suchhistorie, Browserverlauf, Routenplaner, Passwörter, Verbindungsinformationen, YouTube-Konten und vieles mehr sind einem Account und somit einer Person zuzuordnen.

"Wissen, was Google weiß"

"Zielgruppe unserer Lösungen sind klassischerweise Behörden, die in ihre IT-Forensik investieren", erläutert Vladimir Katalov, CEO von Elcomsoft. "Allerdings haben wir bei den Explorern wie dem Cloud eXplorer zunehmend eine zweite Kundengruppe. Gerade in Deutschland ist das Thema 'informationelle Selbstbestimmung' ziemlich groß und viele wollen einfach wissen, was Google weiß. Sie wollen sehen, welche Daten gesammelt wurden und was sie wissentlich oder unwissentlich im Laufe der Jahre über sich preisgegeben haben."

Preise, Versionen und Verfügbarkeit

Der Elcomsoft Cloud eXplorer ist ab sofort bei Elcomsoft verfügbar. Der Preis liegt bei 1995 EUR zzgl. MwSt. Für Kunden anderer Lösungen von Elcomsoft gibt es mitunter starke Rabatte. Eine verfügbare Testversion erlaubt den Zugriff auf die Google-Cloud, jeweils beschränkt auf die 10 neuesten Datensätze.

Der Elcomsoft Cloud eXplorer läuft ab Windows Vista bzw. Windows 2003.