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LINDY nimmt USB Typ C-Produkte ins Programm

 

Mannheim, 26. November 2015

Einhergehend mit dem neuen USB-Standard USB 3.1 kam mit Typ C auch ein neuer Stecker für USB auf den Markt. Typ C ist erforderlich, um die neuen Spezifikationen von USB 3.1 umsetzen zu können. Optisch erinnert seine Größe an USB Micro, und beidseitig stöpselbar ist er nun auch. Neben höheren Datenraten und der USB PD-Spezifikation ist vor allem der USB Alternate Mode interessant. Er erlaubt es, über das USB-Kabel nativ andere Protokolle zu übertragen. Das neue 12 Zoll MacBook verzichtet daher von vornherein auf einen DisplayPort-Anschluss und bietet nur noch eine USB Typ C-Buchse. Die Bezeichnung 'DisplayPort Alternate Mode' legt nahe, wie hier nach den Vorstellungen von Apple der Monitor angeschlossen werden soll.

Vier Adapter für DisplayPort, HDMI, DVI und VGA an USB Typ C

Ein Adapter, der an die USB Typ C-Buchse angeschlossen wird und Monitorsignale ausgibt, dürfte wohl zum Standard-Zubehör des neuen 12 Zoll MacBook gehören. LINDY bietet mit vier neuen Konvertern eine Lösung für alle gängigen Monitortypen an, mit dem USB Typ C mit DisplayPort Alternate Mode direkt auf DP, HDMI, DVI-D und VGA ausgegeben werden kann.

Eine externe Stromversorgung ist nicht mehr erforderlich, da USB C selbst genügend Leistung bereitstellt. Ausgegeben wird maximal ein UHD 4K-Signal über DP und HDMI, 1920 x 1200 über DVI und 1920 x 1080 über VGA. Die vier Adapter besitzen jeweils eine kurze USB C-Zuleitung mit etwa 15 cm Länge. Der Chipsatz zur Umwandlung des Signals von DisplayPort auf HDMI, DVI oder VGA stammt von NXP.

4 Port USB 3.0-Hub an USB Typ C

Von USB 1.1 bis USB 3.0 wurde rechnerseitig immer ein Typ A-Stecker verwendet, womit alle Endgeräte immer auch in Buchsen eines neueren Standards eingesteckt werden konnten. Bei Notebooks mit USB Typ C Buchse, wie dem neuen 12 Zoll MacBook, ist dies nicht mehr möglich. LINDY schafft Abhilfe mit einem 4 Port SuperSpeed-USB-Hub, der vier USB 3.1 TYP A-Buchsen bietet, selbst aber einen Typ C-Stecker besitzt. Natürlich sind alle vier Ports auch abwärtskompatibel zu USB 2.0 und 1.1. Verbaut wurden die vier USB A-Buchsen um 90° gedreht, so dass auch vier Geräte mit breiterem USB-Stecker gleichzeitig verbunden werden können. Angeschlossen wird der Hub über eine fest verbundene 20 cm lange Zuleitung.

Preise und Verfügbarkeit

Über Fachhändler oder den LINDY-Online-Shop sind die vier Grafikadapter, sowie der USB-Hub ab sofort verfügbar. Artikelnummern, Preise und weitere Hinweise zu den einzelnen Produkten:

'USB 3.1 Typ C (ALT Mode) auf DisplayPort 4K Adapter' (Art.-Nr. 43193)
Preis: 22,95 EUR www.lindy.de/?&pi=43193

'USB 3.1 Typ C (ALT Mode) auf HDMI 4K Adapter' (Art.-Nr. 43192)
Preis: 32,95 EUR www.lindy.de/?&pi=43192

'USB 3.1 Typ C (ALT Mode) auf DVI-D Adapter' (Art.-Nr. 43191)
Preis: 39,98 EUR www.lindy.de/?&pi=43191

'USB 3.1 Typ C (ALT Mode) auf VGA Adapter' (Art.-Nr. 43190)
Preis: 26,95 EUR www.lindy.de/?&pi=43190

'USB 3.1 Typ C Notebook Hub 4 Port' (Art.-Nr. 43154)
Preis: 22,95 EUR www.lindy.de/?&pi=43154

 

 

Hintergrund-Informationen zu USB 3.1 / USB Typ C

Zusammen mit dem Standard USB 3.1 verkündete die USB Promoters Group auch eine Reihe weiterer Standards wie den neuen Typ C-Stecker, Power Delivery (PD) und USB Alternate Mode, die theoretisch voneinander unabhängige Standards darstellen. In der Praxis wird aber meist nur sehr unzureichend differenziert und unter dem Begriff 'USB Typ C' versteht man dann USB 3.1 Gen. 1 oder Gen. 2 mit oder ohne PD und/oder Alternate Mode. So wird man wohl auch in Zukunft Geräte mit Typ-C Buchse finden, die dann trotzdem nur USB 2.0 unterstützen. Man muss also genauer hinschauen, was genau mit USB Typ C gemeint ist. Nichtsdestotrotz wird USB 3.1 bzw. USB Typ C aber der neue Standard werden, zu groß sind die neuen Möglichkeiten, die mit ihm einhergehen.

Das Augenscheinlichste von USB Typ C dürfte wohl der neue TYP C-Stecker sein. Er hat ungefähr die Größe von USB Micro und ist nun beidseitig stöpselbar. Alle bisherigen USB-Geräte können mit Adaptern an USB Typ C-Buchsen angeschlossen werden.

Was die Verbreitung aber vorantreiben wird, sind vier unschätzbare Vorteile von Typ C. Datenraten bis 10 GBit/s, die Tatsache dass er verdrehsicher beidseitig ansteckbar und viel stabiler ist als die bekannten Micro Stecker, Stromversorgung bis zu 100 Watt und der sogenannte Alternate Mode. Der Alternate Mode erlaubt es bis zu vier physische "Drähte" im inneren des USB-Kabels für fremde Protokolle zu nutzen.

4K Monitore über USB verbinden mit Alternate Mode

Zwar ließen sich auch bislang Monitore an USB-Ports anschließen, nur waren dafür relativ teure Adapter erforderlich. Denn technisch gesehen, wurde an den USB-Port eine kleine USB-Grafikkarte angeschlossen, an die wiederum der Monitor angeschlossen wurde. Mit USB Typ C Alternate Mode ist es jetzt möglich, die echte Grafikkarte des Rechners zu nutzen und das Signal über das USB-Kabel zum Monitor zu übertragen.

Das Stichwort lautet Alternate Mode. Dieser Standard erlaubt es dem USB Controller und dem Endgerät, in diesem Fall dem Monitor, einen, zwei oder vier Drähte des USB-Kabels zu verwenden um darüber ein DisplayPort-Signal von der Grafikkarte zu übertragen, die dafür entsprechend im Gerät verbunden sein muss. Der Begriff 'DisplayPort Alternate Mode' bezeichnet nichts anderes als eine USB Typ C-Buchse über die DisplayPort-Signale ausgegeben werden können. In der Praxis bedeutet dies, dass an die USB Typ C-Buchse des Rechners ein Adapter mit DisplayPort-Buchse angeschlossen werden kann, um das DisplayPort-Kabel des Monitors einstecken zu können. Aber sehr bald schon dürften Monitore selbst Typ C-Buchsen haben um sie direkt mit der Typ C-Buchse des Rechners zu verbinden. Denn möglich ist bei einer reinen USB Typ C-Verbindung noch mehr.

DisplayPort wird nicht das einzige bleiben, was sich mit Alternate Mode durchschleusen lassen wird. Schon jetzt ist klar, dass zukünftig alternativ auch Thunderbolt und PCIe über den Alternate Mode laufen werden. Welche Möglichkeiten sich damit bieten, Rechnerkomponenten extern anzuschließen lässt sich leicht ausmalen.

100 Watt über USB: Power Delivery Standard

Ein Feature von USB, das sich im Laufe der Jahre als wichtiger herausgestellt hat, als anfänglich vermutet, ist die Stromversorgung mittels USB. Aber niedrige Spannungen und dünne Drähte, die keine hohen Stromstärken vertrugen, begrenzten die Stromversorgung sehr stark mit 2,5 Watt bei USB 2.0 und 4,5 Watt bei USB 3.0. Entgegen der Spezifikation wurden die maximalen Stromstärken oft überschritten. Um auch stromhungrige Geräte über USB versorgen zu können wurden teils 10 Watt und mehr übertragen und auch wenn das gegen den Standard war, zogen viele Hersteller mit.

Um Abhilfe zu schaffen wurde schon vor zwei Jahren der Standard USB PD vorgestellt, der auch in Teilen mit USB 3.0/2.0-Kabeln zu realisieren gewesen wäre. PD steht dabei für Power Delivery und erlaubt jeweils schrittweise erhöhte Spannungen bis 20 V und Stromstärken bis 5 A, im Ergebnis also bis zu 100 W. Mit USB Typ C soll USB PD nun endlich der Durchbruch gelingen, so dass zukünftig noch viel mehr Geräte auf eine eigene Stromversorgung verzichten können. Nicht nur externe Festplatten, sondern ausgewachsene Monitore und sogar Drucker können dann über das USB-Kabel mit Strom versorgt werden. Natürlich sind 5 A für ein USB-Kabel eine ganz andere Belastung als die aktuellen 900 mA. Um nicht fälschlich hohe Stromstärken durch ein ungeeignetes Kabel zu schicken, werden neue für PD geeignete Kabel sowohl elektronisch kodiert, als auch optisch am Stecker entsprechend markiert sein.

Darüber hinaus ermöglicht der Standard auch den umgekehrten Weg. So wird der Monitor zu Hause klassisch in die Steckdose gesteckt werden können, und das Notebook wird über USB Typ C mit ihm verbunden. Anschließend kann das Notebook, solange es am Monitor hängt, über das USB-Kabel geladen werden. Die Richtung der Stromversorgung soll sogar im laufenden Betrieb gewechselt werden können.

Datenraten von USB 3.1

Mit dem Standard USB 3.1 wurde nun Tür und Tor für ein Missverständnis geöffnet. Denn streng genommen muss zwischen USB 3.1 Generation 1 und Generation 2 unterschieden werden. USB 3.1 Gen 1 entspricht der bisherigen USB 3.0 Datenrate von 5 Gbit/s und wird weiter mit SuperSpeed bezeichnet. Erst Gen 2 unterstützt die 10 Gbit/s Datenrate und wird als SuperSpeed Plus bezeichnet. Damit können Hersteller alle bisherigen USB 3.0 Produkt auch als USB 3.1 Produkte anpreisen, denn der Zusatz Gen 1 muss nicht bei der Produktbezeichnung mit angegeben werden.

Bleibt abschließend noch darauf hinzuweisen, dass USB 3.1 Typ C Anschlüsse weder den Alternate Mode noch Power Delivery unterstützen müssen. Auch die meisten neuen USB 3.1- bzw. USB Typ C-Produkte, wie etwa Erweiterungssteckkarten für den Rechner, setzen bisher weder Alternate Mode noch Power Delivery um. Und natürlich wird es in der Zukunft auch USB Typ C Anschlussbuchsen geben, die maximal USB 2.0 unterstützen. Es muss also genau hingeschaut werden, was die entsprechenden Anschlüsse wirklich unterstützen und können bevor entsprechende USB Devices eingesteckt werden.